L Lila Lila der Film “Lila, Lila” ist ein erfolgreicher, spritziger Roman von Martin Suter, der 2004 erschienen ist. 2008 hat der Regisseur Alain Gsponer den Bestseller verfilmt und damit eine von den Kritikern hochgelobte deutsch-schweizerische Liebeskomödie geschaffen. Der 2009 erschienene Film begeistert nicht nur durch eine tolle Geschichte, auch die Wahl der Schauspieler war perfekt und so ist “Lila, Lila” eine rundum gelungene Komödie. David entdeckt ein Romanmanuskript und wittert seine Chance, damit Marie zu beeindrucken David Kern (Daniel Brühl) ist ein Student, der sich sein Studium mit Kellnern in einer Szene-Kneipe finanziert. Der ansonsten eher zurückhaltende und schüchterne David hat sich dabei in Marie (Hannah Herzsprung) verliebt. Marie ist Stammgast in der Kneipe und studiert Literatur. Allerdings kommt sie meistens mit ihren Freunden, die für sich beanspruchen, Intellekt und Genialität zu besitzen. Genau das ist es auch, was Marie so sehr beeindruckt. David hingegen ist für sie einfach nur der Kellner. Irgendwann besucht David dann einen Flohmarkt. Dort entdeckt er ein altes Nachtkästchen und kauft es schließlich. Zuhause angekommen, stellt er fest, dass eine Schublade klemmt. Nach etlichen gescheiterten Versuchen schafft er es schließlich, die verkeilte Schublade zu öffnen. Dabei entdeckt er das Manuskript eines Peter Landwei. Als er anfängt, den Roman zu lesen, kann er überhaupt nicht mehr aufhören, so sehr zieht ihn die Geschichte einer unglücklichen Liebe in ihren Bann. Schnell wird David zum gefeierten Star-Autor und damit beginnen dann auch die Probleme Dann fällt David eine folgenschwere Entscheidung: er möchte ja immer noch bei Marie Pluspunkte sammeln. Daher tippt er den Roman ab und gibt ihr den Roman zum Lesen und Lektorieren. Zunächst nicht sonderlich interessiert, beginnt auch sie, die Liebesgeschichte zu lesen und ist voll begeistert. Plötzlich ist auch ihr Interesse für David geweckt. Weil der ihr zuvor gesagt hatte, dass er den Roman fast nebenbei geschrieben habe, erkennt sie ein vermeintliches Talent in ihm und sendet das manuskript heimlich an einen Verlag. Der veröffentlicht die geschichte prompt, das Buch wird im Handumdrehen zum absoluten Bestseller und David zum gefeierten Nachwuchsstar. So hetzt er von Buchpräsentationen und Lesungen stets zur nächsten Großveranstaltung. Jedoch ist ihm der Erfolg auch unheimlich, schließlich stammt das Werk ja gar nicht von ihm. Doch dass er nun Marie für sich gewinnen konnte, zählt mehr für David. Bis plötzlich ein gewisser Jacky (Henry Hübchen) auftaucht. Während einer Signierstunde eröffnet er David, dass er Peter Landwei sei. Er verspricht David, dieses Geheimnis für sich zu behalten, will dafür aber am großen Erfolg von David partizipieren. So drängt sich Jacky mehr und mehr in das junge Liebesleben zwischen Marie und David. Doch langsam wird es Marie zuviel, denn Jacky scheint nun das Leben von David vollends zu dominieren. Es ist also nur eine Frage der zeit, bis die gesamte Situation eskaliert. Noch dazu steht David wegen der Lügengeschichte, dass er der vermeintliche Autor sei, erheblich unter Druck. So kommt es zwischen Jacky und David zu einer folgenschweren Auseinandersetzung. Alain Gsponer hat die 3,5 Millionen Euro teure Produktion mit einer grandiosen Lässigkeit und dennoch höchster Proffessionalität gedreht. Schnell ist man als Zuschauer mitten im Film angelangt und zittert mit den Protagonisten. Bei Filmfreunden sollte “Lila, Lila” keinesfalls in der Sammlung fehlen, steht der Streifen doch für bestes deutsches und schweizerisches Kinovergnügen. Selbst Filmkritiker und Zuschauer sind sich bei “Lila, Lila” überraschend einig.

